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Matthias-Claudius-Grundschule

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Das Lernen lernen

Die MCS hat als Schule an dem Projekt Selbstständige Schule teilgenommen. Ziel des Projektes ist, Schulen einer Region neue Möglichkeiten und Wege von Schulentwicklung zu eröffnen und in regionale Qualifizierungsprozesse einzubinden.

In diesem Projekt wurde den Schulen ein Konzept angeboten, wie sie ihren Unterricht systematisch weiterentwickeln können, so dass er den heutigen Anforderungen der Gesellschaft, im Sinne einer lernenden Gesellschaft und den sich verändernden Voraussetzungen der Schüler, nämlich einer immer größer werdenden Heterogenität, Rechnung trägt.

Ziel ist es den Schülern das eigenständige Lernen zu vermitteln, das Lernen zu lernen.

 „Selbstständig Lernende sind in der Lage ihr eigenes Lernen zu regulieren, sich selbstständig Lernziele zu setzen, dem Inhalt und Ziel angemessene Techniken und Strategien auszuwählen und sich einzusetzen. Ferner halten sie ihre Motivation aufrecht, bewerten die Zielerreichung während und nach dem Abschluss des Lernprozesses und korrigieren, wenn notwendig die Lernstrategie“. (Deutsches PISA Konsortium 2000)

Aufbau, Ausbau und die möglichst eigenständige Anwendung von Lernkompetenzen sollen bei den Schülerinnen und Schülern zunächst durch Grundlagen- und Sockeltrainings angebahnt werden. Durch sie sollen Methoden-, Kommunikations- und Teamkompetenzen, also überfachliche Kompetenzen, wie auch bestimmte soziale Kompetenzen vermittelt werden. Als Lernarrangements werden sogenannte „Trainingsspiralen“ verwendet. Das Bild der Spirale soll das mehrstufige Sich- Hineinarbeiten der Lernenden in eine bestimmte Methode, in ein bestimmtes Thema veranschaulichen.

Das Kollegium unserer Schule hat dreimal an einer einwöchigen, schulinternen Fortbildung teilgenommen, die sich mit den drei Bausteinen beschäftigt hat. Zwei Moderatorinnen haben uns mit den Gedanken Klipperts und Norman Greens vertraut gemacht.

 

Im Grundlagenbaustein I der Methodenkompetenz lernen die SchülerInnen elementare Lern- und Arbeitstechniken, die erforderlich sind, um selbstständig arbeiten zu können.

Er beinhaltet folgende Trainingsspiralen:

  • handwerkliche Grundfertigkeiten
  • Effizientes Lesen
  • Markieren
  • Visualisieren, Schwerpunkt: Heftgestaltung

 

Im Grundlagenbaustein II der Kommunikationskompetenz werden die Grundlagen für die Argumentations- und Gesprächskompetenz der SchülerInnen gelegt.

Er beinhaltet folgende Trainingsspiralen:

  • Nonverbale Kommunikation, Schwerpunkt Blickkontakt
  • Verbale Kommunikation, Freies Sprechen und aktives Zuhören
  • Verbale Kommunikation, Miteinander Reden

 

Im Grundlagenbaustein III geht es um die Entwicklung der Teamfähigkeit als ein wichtiges Element ganzheitlichen Lernens und damit der Persönlichkeitsentwicklung. Konflikt- und Kooperationsfähigkeit werden gefördert, indem Regeln erarbeitet und vereinbart werden, Arbeitsabläufe festgelegt und Interaktions- und Koopertionsroutinen geschaffen werden.

Er beinhaltet folgende Trainingsspiralen:

  •  Für Teamarbeit sensibilisieren
  • Gruppenprozesse reflektieren und Regeln anbahnen
  • Regeln zur Teamarbeit entwickeln und einüben
  • Alternative Formen der Gruppenarbeit durchspielen

 

Diese Grundlagentrainings finden für alle Klassen an festgelegten Terminen im Schuljahr statt und werden im Fachunterricht systematisch „gepflegt“, damit Routine entsteht. Nur auf der Grundlage von systematischen Trainings und Pflegemaßnahmen haben dann auch die anspruchsvollen Arbeitsformen, wie Projektarbeit, Wochenplan oder Freiarbeit und Forscherarbeiten eine bessere Chance zu erfolgreichen Lernformen zu werden.