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Matthias-Claudius-Grundschule

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Matthias-Claudius-Sozialwerk setzt auf Ökostrom der Stadtwerke Bochum

 Pünktlich zum Jahreswechsel stellt das Matthias-Claudius-Sozialwerk seinen Strombezug komplett auf umweltfreundlichen Ökostrom um. Möglich...

Wiebke Strohmeyer im Interview

 

Interview von Frau Angelina Sophie Stückemann (A.S.), duale Studentin der FhöV NRW und Wiebke Strohmeyer (W.S.), Mitglied des Schulleitungsteams und Sonderpädagogin an der Matthias-Claudius-Grundschule in Bochum:

A.S.: „Guten Morgen Frau Strohmeyer, vielen Dank, dass Sie mir einige Fragen beantworten möchten. Zuerst, glauben Sie, dass Inklusion für alle Schüler mit sonderpädagogischen Unterstützungsbedarf geeignet ist?“

W.S.:  „Also grundsätzlich kann man sicher jedes Kind inkludieren, aber es hängt ganz deutlich von den personellen und räumlichen Voraussetzungen ab. Jetzt auf unsere Schule bezogen: Wir hätten hier zurzeit nicht die pflegerische Ausstattung, um ein Kind, was schwerstbehindert oder schwerstmehrfachbehindert ist, entsprechend zu pflegen. Deswegen müssen wir da sehr genau ausloten, welche Kinder wir aufnehmen können und welche nicht. Aber es gibt bei uns kein Ausschlusskriterium, dass man z.B. sagt, geistig behinderte oder autistische Kinder werden grundsätzlich nicht aufgenommen.“

A.S.: „Welche Arten von Behinderungen und welche Schweregrade werden an Ihrer Schule unterrichtet?“

W.S.:  „Alle Behinderungen werden an dieser Schule unterrichtet. Grundsätzlich werden auch Schüler mit Sinnesbehinderungen beispielsweise im Bereich Hören und Kommunikation oder Sehen bis hin zur Blindheit an unserer Schule beschult, wobei wir da auf die Unterstützung der jeweiligen Förderschule angewiesen sind. Wir bekommen von der Schule für Hören und Kommunikation auch Beratungsbesuche und werden in technischer Hinsicht beraten. Dies gilt für die Sehbehindertenschule natürlich auch. Schüler mit einer solchen Sinnesbehinderung waren bisher aber Einzelfälle.“

A.S.: „Wie sieht das Bewerbungsverfahren für behinderte Schüler aus, die an Ihrer Schule aufgenommen werden möchten?“

W.S.: „Die Kinder mit sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf nehmen, wie alle anderen Kinder auch, am Einschulungsverfahren teil. Dabei handelt es sich um ein Gruppenspiel, welches uns dann auch in einem gewissen Maße Aufschluss darüber gibt, wie sich das Kind in einer gemischten Gruppe bewegt und verhält.“

A.S.: „Ist es für die anderen Kinder normal, dass auch behinderte Schüler in ihrer Klasse sind? Inwieweit ist die Aufklärung über das Thema Behinderung für sie notwendig?“

W.S.: „Also wir erleben eigentlich, dass die Kinder einander sehr unvoreingenommen begegnen. Es werden sachliche Fragen gestellt, beispielsweise „Warum hat er so komische Augen?“. Dies ist jedoch in keiner Weise abfällig gemeint, die Kinder möchten nur verstehen, warum das Kind anders aussieht. Und man muss ganz ehrlich sagen, wir haben mit Kindern mit Down-Syndrom die wenigsten Schwierigkeiten bei der Inklusion. Die größten Hürden haben Kinder mit Verhaltensauffälligkeiten. Dass einem Kind, das aussieht wie ich, besondere Freiräume zugestanden werden, das ist für andere Kinder schwer einzusehen. An dieser Stelle ist ein Gespräch notwendig, auch mal ein Klassengespräch.“

A.S.: „Wie stehen die Eltern ihrer Schüler zum Thema Inklusion? Gibt es Eltern, die Bedenken äußern?“

W.S.: „Wir sind eine private staatlich anerkannte Ersatzschule, das Heißt wir sind eine Angebotsschule, auf der man sein Kind anmelden muss. Wer hier sein Kind anmeldet weiß, dass wir im Bereich von Integration und Inklusion schon lange tätig sind. Und die Kinder erleben Inklusion schon ganz oft im Kindergarten. Viel mehr als noch vor 10 bis 15 Jahren. Einen Matthias-Claudius-Kindergarten gibt es zwar nicht, aber es gibt in unmittelbarer Nähe zwei integrative Kindergärten, die von der Diakonie geführt werden.“

A.S.: „Sind an der Matthias-Claudius-Grundschule die „normalen“ Lehrer auch in irgendeiner Weise im Bereich der Sonderpädagogik ausgebildet worden?“

W.S.: „Wir haben grundsätzlich zwei Professionen, den Grundschullehrer und den Sonderpädagogen, in jeder Klasse und dies ist auch bewusst so gewollt. Ich würde sagen, man lernt wirklich voneinander. Also im Rahmen des Team-Teaching und in den gemeinsamen Teamgesprächen lernt einer vom anderen. Beispielsweise gestaltet auch der Sonderpädagoge den Unterricht für die gesamte Klasse. Bei uns ist es eben nicht so, dass der Sonderpädagoge nur für ein paar Stunden in der Klasse ist und es ist absolut gang und gäbe, dass der Sonderpädagoge auch ein Fach unterrichtet oder mehrere Fächer. Bei mir ist es zum Beispiel der Sachunterricht, mit dem ich ja auch in der ganzen Klasse unterwegs bin. Wir differenzieren da eher in den Fächern Mathematik und Deutsch, da wir sagen, dass da die Schere schneller auseinander geht. Gerade bei Kindern mit Lernbeeinträchtigung. Da ist es folglich so, dass der Grundschullehrer die Federführung in den Fächern hat und der Sonderpädagoge spezielle Förderung durchführt oder auch bei lernbehinderten Kindern in Absprache mit dem Grundschullehrer binnendifferenziert unterrichtet. „

A.S.: „Sind alle Sonderpädagogen in allen Förderschwerpunkten ausgebildet (z.B. durch das Erlernen der Gebärdensprache oder der Brailleschrift)?“

W.S.: „Nein. Sonderpädagogen studieren zwei Fachrichtungen. Wir haben eine Kollegin, die in der Sehbehindertenpädagogik ausgebildet ist und ansonsten sind wir bei den Sinnesbehinderungen wirklich angewiesen auf die Unterstützung der Förderschulen für Hören und Kommunikation und Blinde. Diese Förderschulen haben Frühförderstellen, die die Kinder sehr früh kennen lernen und auch sehen, ob dieses Kind beispielsweise eher für die Hörgeschädigtenschule geeignet oder an der Matthias-Claudius-Grundschule gut untergebracht wäre. Es ist beispielsweise so, dass die Grundschule und die Gesamtschule von einem Lehrer der Schule für Sehen in Dortmund mit betreut werden. Er kommt also und schult Schulintegrationskräfte in Brailleschrift oder kümmert sich um Tafelbildkameras, welche das Tafelbild vergrößern. Ich selbst hatte ein Kind in meiner Klasse, welches eine solche Tafelbildkamera benötigt hat. Inzwischen ist es auf der Gesamtschule und kommt dort prima klar. Es gibt ein gutes Unterstützungssystem, das Landesinstitut für Blinde in Sost. Dort kann man die verwendeten Schulbücher in Brailleschrift bestellen.“

A.S.: „Gibt es an Ihrer Schule auch Fächer wie Kochen oder Einkaufen?“

W.S.: „Wir bieten an der Schule eine lebenspraktische Orientierung an. Das ist ein Fach, welches es an der Schule für geistig Behinderte gibt. Für die anderen ist es im Fächerkanon nicht vorgesehen.Wir fangen aber in der Regel schon in den ersten Klassen damit an. Oft ist es so, dass wir inklusive Kochgruppen haben, dass man also zum Beispiel sagt, die Gruppe der geistig behinderten Schüler geht einmal in der Woche zum Kochen und zwei andere Kinder aus der Klasse gehen mit. Dann bereitet man eine Frühstücksüberraschung für die ganze Klasse vor. Das Einkaufen ist Teil des Mathematikunterrichtes für geistig behinderte Schüler, sie sollen also im unmittelbaren Vollzug den Umgang mit Geld kennen lernen. Das findet auch kontinuierlich während der ganzen Grundschulzeit statt. Wenn das Thema Geld Teil des normalen Grundschulstoffes ist, klinken sich die anderen Grundschüler ein und machen mit beim Einkaufsspiel. Aber bei den Regelgrundschülern geht es schnell ins Rechnen mit Geld, was Kinder mit einer geistigen Behinderung nicht können.“

A.S.: „Bietet die Matthias-Claudius-Schule therapeutisches Angebot an?“

W.S.: „Ja, inzwischen ist es so, dass 95 % unserer Schüler den offenen Ganztag besuchen. Wir haben Vertragspraxen für Ergotherapie, Krankengymnastik und Logopädie, welche hier an die Schule kommen und während der OGS-Zeit Kinder mit Förderbedarf therapieren. Dies ist für die Eltern eine große Erleichterung.“

A.S.: „Sehen Sie Probleme bei der Umsetzung von Inklusion?“

W.S.: „Ja, unbedingt. Der Staat, also die Landesregierung von NRW, bietet nicht die notwendige Unterstützung, vor allem in personeller Hinsicht. Hinzu kommt, dass wir für Kinder mit dem Förderbedarf Lernen überhaupt erst ab dem dritten Schuljahr ein Verfahren zur Feststellung des Förderbedarfs durchführen dürfen. Das bedeutet, dass diese Kinder in den ersten beiden Schuljahren nur präventiv gefördert werden können und nicht die eigentlich notwendige Ressource an Lehrerstunden zur Verfügung steht.“

A.S.: „Wie sieht das Benotungssystem der Matthias-Claudius-Grundschule aus?“

W.S.: „Die Kinder bekommen erst ab der vierten Klasse Noten. Bei Schülern mit sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf sieht es jedoch ein wenig anders aus. Geistig behinderte Schüler erhalten ein Berichtszeugnis. Wenn ein Kind zielgleich unterrichtet wird, wenn es sich zum Beispiel um eine rein körperliche Behinderung handelt, wird es nach den Grundsätzen der Grundschule auch normal benotet.“

A.S.: „ Von wem werden die Kosten für die Hilfsmittel der Schüler übernommen?“

W.S.: „Von den Krankenkassen.“

A.S.: „Wie finanziert sich die Schule? Erhält sie besondere Gelder vom Land?“

W.S.: „85% werden vom Land refinanziert und die restlichen Kosten, was vor allem die Personalkosten für die Doppelbesetzung sind, die muss der Träger aufbrinden. Die Eltern zahlen ein Schulgeld von 150 € im Monat.“

A.S.: „Vielen Dank für das Interview!“

 

Abschied der vierten Klassen im Tiertreff

Die vierten Klassen unserer Schule haben sich mit zwei Abschlussaufführungen verabschiedet.

Die Luchsklasse führte das Stück "Der Adler auf dem Hühnerhof"  auf, in dem es darum ging, mutig zu sein und seine Träume zu verwirklichen. 

Die Rabenklasse präsentierte das Stück "Die Räuber von Kardemomme".

Wir wünschen allen Schülerinnen und Schülern einen guten Start in ihren neuen Schulen.

Wir sind Stadtmeister - Läuft bei uns

Die schnellsten Mädchen und Jungen unserer dritten und vierten Klassen haben am 2. Juni 2016 am Westparklauf der Bochumer Schulen teilgenommen. 

Simon und Paul wurden Stadtmeister ihrer Jahrgänge und Klara wurde Vize-Stadtmeisterin. 

Wir sind sehr stolz auf unsere schnellen Läufer! 

Vielen Dank an alle HelferInnen.

Was ein Zirkus

Was ein Zirkus hier! Selten hat man den Spruch so gerne in der Schule gehört wie an diesem Wochenende.  Nach langer Vorbereitungszeit glänzte die MCS Grundschule am 29. und 30. April 2016 mit vier großen Zirkus-Vorstellungen und begeisterte die zahlreichen Zuschauer.

Rückblick: Die Spannung war schon lange spürbar. In den Gängen und in den Klassen wurde eifrig getuschelt. Die Schule wurde geschmückt mit Clowns und Wimpelgirlanden und auf dem Schulhof stand ein Wagen, von dem jeder wusste, was sich darin befand: Das Zirkuszelt. Dann war es endlich so weit: Scheinbar über Nacht hatte sich der Wagen in ein Zirkuszelt verwandelt. Dank vieler Helfer konnte das Zelt am Wochenende innerhalb weniger Stunden aufgebaut werden. 

Beim ersten Besuch im Zelt wurden die Schülerinnen und Schüler dann erst einmal selbst zu Zuschauern und trauten ihren Augen kaum: Ihre Lehrerinnen und Lehrer, Eltern und Mitarbeiter der OGS führten als Clowns und Akrobaten
eine tolle Aufführung auf. Was die Kinder nicht wussten: Sie hatten sich schon eine Woche vorher mit dem Team getroffen und unter Anleitung der Familie Koplin vom "Zirkus ohne Grenzen" eine Zirkus-Show erarbeitet. Nach der Aufführung war den Schülerinnen und Schülern klar: Das können und wollen wir auch! 

Durch die Vorstellung total motiviert, begann am Dienstag das Training in den Expertengruppen: Akrobaten, Trampolin-Springer, Clowns, Fakire, Zauberer und Seiltänzer trafen sich in ihren Trainingsräumen und erarbeiteten unterschiedliche Nummern für die gemeinsamen Zirkus-Aufführungen. Die Gruppen wurden bunt durcheinander gewürfelt, sodass alle Gelegenheit hatten auch Kinder aus anderen Klassen kennenzulernen und Freundschaften über den Klassenverband hinweg zu pflegen.

Das Finale waren dann die Aufführungen am Freitag und Samstag. Andere Schulen und Kindergärten waren genauso eingeladen, wie Familien und Kinder und Freunde der Schule. Eine spannende Rahmengeschichte, tolle Lichteffekte und Musik aber vor allem die unterschiedlichen Nummern führten zu riesigen Beifallsstürmen. Die Kinder waren teilweise selbst überrascht, wie schnell sie neue Sachen lernen und umsetzen können. Auch das Lampenfieber meisterten alle vorzüglich. Ein großer und lehrreicher Spaß für alle Beteiligten!

Frösche und Schildkröten lassen Farben leuchten

Im Februar gab es eine ganz besondere Ausgabe des beliebten Tiertreff-Events, denn diesmal waren nicht nur anders als sonst üblich zwei Klassen für das Programm verantwortlich gleich, sondern es wurde auch lichterloh und kunterbunt. Die Schildkröten-Klasse und die Frosch-Klasse organisierten den Treff zusammen und stellten der ganzen Schule ihre spannende gemeinsame Unterrichtsreihe vor: Die Faszination von Licht, Schatten und Farben! Sogar ein Regenbogen wurde zusammengemischt. Aber der Reihe nach...

 

Regelmäßig trifft sich die ganze Schule zum großen gemeinsamen Event, das Tiertreff genannt wird, weil alle Klassen nach Tiernamen benannt sind. Das Programm wird normalerweise immer von einer Klasse vorbereitet. Diesmal taten sich die Frösche und Schildkröten zusammen.

 

Zu Beginn erzählten Sara und Aaron gemeinsam vom Ausflug zu den Experten der Sternwarte Bochum. Das riesige Radom, die Kuppel der Sternwarte, sorgte für große Augen. Nach der aufregenden Besichtigung der Sternwarte wurden spannende Experimente rund um die Themen „Licht und Schatten“ und „Farbenmischung“ durchgeführt. Hierbei waren die Kinder natürlich selbst als Forscher aktiv: auf fluorzierende Folien wurden selbst erstelle Formen gelegt und mit Licht bestrahlt. Als dann die Formen weggelegt und das Licht plötzlich ausgeschaltet wurde, war die Überraschung groß: Die Folien leuchteten in einem magischen, tollen Gelb und machten die Muster der Formen trotz Dunkelheit sichtbar.

 

Dann wurde es so richtig bunt: Aus den Grundfarben Cyan, Gelb und Magenta durften in Reagenzgläsern alle Farben des Regenbogens zusammen gemischt werden. Mit viel Freude wurde mit Hilfe von Pipetten z.B. das perfekte Froschgrün oder ein wunderschönes Lila kreiert. Zum Abschluss des Ausflugs wurde es dann noch mal kniffelig: Eine selbst entworfene Rennbahnstrecke musste mit einem Stift nachgefahren werden. So weit, so leicht. Doch die große Schwierigkeit bestand darin, dass die Rennbahn nur durch einen Spiegel, den das Partnerkind hielt, zu sehen war. Lichtbrechung mit all seinen Tücken. 

 

Nach dem lebhaften Bericht zum Ausflug wurde von beiden Klassen gemeinsam das Kinderbuch „Das kleine Blau und das kleine Gelb“ von Leo Lionni mit Bildern vom Beamer dem Publikum vorgestellt. Auch hierbei ging es, wie der Titel erraten lässt, um die Wissenschaft der Farbmischung.

 

Zum Schluss gab es für das Publikum noch ein kreatives Schattenspiel zum Mitmachen. Die Frösche hüpften mit unterschiedlichen Requisiten ausgestattet hinter einem Vorhang Berufsgruppen nach, die vom Publikum durch Reinrufen geraten wurden. Auch die Schildkröten waren anders als ihre Namensgeber sehr aktiv und aufgeschlossen: Sie spielten bekannte Kinderbuchfiguren wie Pippi Langstrumpf als Schattenspiel nach. Nachdem alle Berufe und Figuren erraten wurden, sang die ganze Schule zusammen ein Abschlusslied und teilte sich dann wieder in die jeweilige Klassenherde auf.